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Geschichte des Schlosses Maierhofen

Schloss Maierhofen Kupferstich - Geschichte des Schlosses

Mittelalter
der Name Maierhofen taucht auf:

Die erste urkundliche Erwähnung Maierhofens um 1187 geht zurück auf das Kloster Prüfening. Die Geschichte des Schlosses Maierhofen ist eng verbunden mit der Geschichte Bayerns und den Wittelsbachern, deren Sitz unter Herzog Ludwig einstmals in Kelheim war, bevor er später nach München verlegt wurde.

Ab 1275 wird die Familie Maierhofer erstmalig in den Urkunden genannt. An der Stelle des heutigen Schlosses Maierhofen wird zunächst eine Burg erwähnt. Wie und wann die spätere Hofmark Maierhofen an die Wittelsbacher fiel, ist nicht überliefert. Spätestens im 14. Jahrhundert ist sie bayerisches Lehen.

Frühe Neuzeit
1593-1781
das schloss entsteht:

Bereits 1593 entstand die zugehörige Schlosskapelle St. Laurentius, später St. Sebastian. Sie ist bis heute eine Filialkirche der Pfarrei Painten. 1596 bis 1601 wurde dann Schloss Maierhofen in seiner heutigen Form erbaut.

Während des dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wurde Schloss Maierhofen durch schwedische und einheimische Truppen verwüstet, bevor das Kloster Prüfening das Anwesen nach dem Krieg verkaufte und mehrfache Besitzerwechsel folgten.

Kurfürst Max II. Emmanuel kaufte 1691 die Hofmark zurück und schenkte sie seinem Oberhofbaumeister Henrico Zucalli „in Anerkennung seiner hohen Verdienste“ (u.a. Theatinerkirche München, die Schlösser Schleißheim und Nymphenburg in München). Die Nachfahren Zucallis verkauften dann 1781 das Anwesen an die Herren von Fabris.

Moderne
CA. 1782-1980
Truppen, Steingut, Bauernhof:

Die napoleonischen Kriege degradierten Schloss Maierhofen zur Truppenunterkunft und die letzte Hofmarksherrin Sabine von Fabris musste 1820 das Anwesen hochverschuldet wieder verkaufen. 1831 bis 1897 lebte die Familie Hussl im Schloss Maierhofen und betrieb erfolgreich eine nahe Steingutfabrik.

Nach mehreren Besitzerwechseln wurde Schloss Maierhofen zu Beginn des 20. Jhdts. als Bauernhof genutzt, bevor 1939 der Kunstmaler Knaus das heruntergewirtschaftete Anwesen erwarb. Dessen Frau Hermine lebte bis 1980 allein im Schloss Maierhofen, das sich in einem sehr schlechten Zustand befand.

Gegenwart
1981-heute
AUFWÄNDIGE SANIERUNG:

1981 bis 1986 sanierte das Unternehmerehepaar Gerhild und Hans-Peter Anderl aus München mit großem Aufwand Schloss Maierhofen, sicherte so seinen Bestand und bewahrte es vor dem vollständigen Verfall. Es wurden Nebengebäude erstellt und der Barockgarten angelegt. Frau Anderl lebte dort bis nach der Jahrtausendwende.

Von 2003 bis 2018 beherbergte Schloss Maierhofen eine Unternehmerschule für den Mittelstand.

Heute sind das fein herausgeputzte Schloss Maierhofen und sein Schlosspark für Hochzeiten und Feiern der Öffentlichkeit zugänglich und werden gehegt und gepflegt.